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Kelly Osbourne: Vom aufmüpfigen Reality-TV Teenager zum It-Girl mit Stil
Als Tochter vom “Fürsten der Finsternis” Ozzy Osbourne mag nicht der Traum jedes Teenagers sein. Vor den Augen einer ganzen Generation von MTV-Zuschauern aufzuwachsen, ist ebenfalls nicht leicht. Wenn dazu dann noch gefühlte 20 Katzen und Hunde im Haus leben, man einen nervigen kleinen Bruder erdulden muss, und dem Schönheitsideal der Schönen und Reichen nur bedingt entspricht, können die Teenager-Jahre wirklich hart werden. Wie man dennoch vom hässlichen Entlein zum schönen Schwan und Liebling der Modewelt werden kann, zeigt das Beispiel von Kelly Osbourne.
Kelly Osbourne als pöbelnde Anti-Britney
Zu Beginn ihrer Karriere war sie allen Zuschauern vor allem als pöbelnde, fluchende und stets schlecht gelaunte Rockstar-Tochter bekannt, die meist gelangweilt vor dem Fernseher saß, sich mit ihrem Bruder Jack prügelte oder mit ihrer Mutter Sharon stritt. Schlechtes Benehmen war sozusagen ihr Markenzeichen, und das Klischee der verzogenen Punkrock-Göre durfte auch herhalten, als sie mit ihrer Musikkarriere im Jahr 2002 durchstartete. Mit dem Cover von Madonnas Hit-Single “Papa Don't Preach” startete das Gegenbild zu all den perfekten, schönen und austauschbaren Pop-Puppen à la Britney Spears und Jessica Simpson.
Karriereknick und Drogensucht
Nach dem einigermaßen ordentlichen Erfolg mit der Debütsingle, geriet die Karriere als Sängerin jedoch ins Stocken. Außer einem Coversong zusammen mit Papa Ozzy gab es keinerlei nennenswerte Erfolge mehr, dafür sorgte das Reality-TV- Starlet Kelly mit Negativschlagzeilen für Furore: Bereits 2004 begab sich die damals 19-jährige in eine Rehab-Klinik, nur ein Jahr später ließ sie sich in Kalifornien erneut einweisen. Schmerzmittelsucht lautete die offizielle Diagnose, von der Kelly auch in den folgenden Jahren wohl nie ganz loskam. Denn zu Beginn des Jahres 2009 trat sie erneut einen Besuch in der Rehab an, erklärte aber nach ihrem einmonatigen Aufenthalt, dass diese Therapie zum ersten Mal wirklich zum Erfolg und der Bekämpfung ihrer Sucht beigetragen hätte. Kelly Osbourne gilt bis heute als clean.
Vom Moppelchen zur Stilikone
Die in ihren frühen Jahren sämtliche “Mode-Püppchen” verteufelnde Kelly legte eine erstaunliche Wandlung hin. Vom einstigen Punk-Pummelchen entwickelte sich Kelly zu einer wahren Muse für so manchen Designer. Sie erschuf ihren Style sowie ihre Figur völlig neu, als sie bei der amerikanischen Version von “Let's Dance!” (“Dancing with the Stars”) teilnahm, und sich dort bis ins Finale vortanzte. Nicht nur mauserte sie sich dabei stiltechnisch vom pinkhaarigen Modeschreck zum platinblonden It-Girl, auch brachte ihre Wandlung und ihr trendiger Modestil ihr einen Vertrag als neues Gesicht der Madonna-Modekette “Material Girl” ein. Seit 2011 ist sie die offizielle Repräsentantin der Marke, außerdem ist sie fester Bestandteil der Fashion-Jury bei einem amerikanischen TV-Sender.
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